Sprecher und Beiräte

Prof. Dr. Jörn von Lucke, Deutsche Telekom Institute for Connected Cities<br />
Zeppelin University gGmbH

Prof. Dr. Jörn von Lucke

Deutsche Telekom Institute for Connected Cities
Zeppelin University gGmbH
Professor

Open Government - Innovationstreiber für den Wirtschaftsstandort

Zusammenfassung

Die behutsame Öffnung von Staat und Verwaltung (Open Government) gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft kann zu mehr Transparenz, zu mehr Teilhabe, zu einer intensiveren Zusammenarbeit, zu mehr Innovation und zu einer Stärkung gemeinschaftlicher Belange beitragen. Offenheit, Transparenz, Partizipation, Kollaboration, Innovation, offene Staatskunst, gesellschaftliche Öffnung, frei verfügbare Daten, offene Standards und Schnittstellen sowie quelloffene Software prägen diesen kulturellen Wandel, der durch ein neues partnerschaftliches Verhältnis zum Bürger geprägt ist und mit dem neues Vertrauen aufgebaut werden kann.

Eine solche Öffnung erweist sich auch als Innovationstreiber für Politik, Staat und Verwaltung. Neue Ideen und Impulse finden ganz im Sinne von Open Innovation Eingang in öffentliche Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse. Gemeinsam können Aufgaben ganz anders angegangen und ambitionierte Ziele in offenen Strukturen erreicht werden.

Bürger, Nichtregierungsorganisationen, Hochschulen und Unternehmen können die frei zugänglichen Daten des Staates nutzen, sie weiterverarbeiten, veredeln und weiterverbreiten. So können ganz neue Auswertungen und Analysen, Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und Produktionsketten entstehen. Überzeugen sie mit innovativen Lösungen, werden Aufträge und Folgeaufträge auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zum Wirtschaftswachstum beitragen. Zugleich können dadurch weitere Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger, der Standortqualität von Unternehmen und zur Vernetzung lokaler Akteure gesetzt werden.

Kurzbiographie

Prof. Dr. Jörn von Lucke, Jahrgang 1971, studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim. Darauf folgte die Promotion in Verwaltungswissenschaft und die Habilitation an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Über fünf Jahre war er als Forschungs- und Sektionsreferent am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer tätig. Es folgten zwei Jahre im Bundesverwaltungsamt und in der Bundesstelle für Informationstechnik in Köln. 2007 wechselte er an das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) in Berlin. 2009 übernahm er den Lehrstuhl für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik an der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen. Zugleich ist er der Gründungsdirektor des Deutsche Telekom Institute for Connected Cities (TICC) und im Projekt T-City Friedrichshafen engagiert.