Sprecher und Beiräte

Annika Nietzio, Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB)

Annika Nietzio

Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB)

Leichte Sprache - und alle machen mit

Zusammenfassung

Eine wichtige Voraussetzung für die Inklusion von Menschen mit Behinderung ist, dass die Informationen, die als Entscheidungsgrundlage für ein selbstbestimmtes Leben benötigt werden, in barrierefreier Form zur Verfügung stehen. Dazu gehört auch, dass die Informationen in leichter Sprache zugänglich sind. Die neue Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV 2) legt in einem Anhang Kriterien für die Bereitstellung von Informationen in leichter Sprache im Internet fest.

In der Präsentation werden einige regionale Aktivitäten zur zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt. Öffentliche Einrichtungen und private Anbieter wollen ihre Informationsmaterialien konsequent überarbeiten, damit Informationen für viele unterschiedliche Lebensbereiche auch in leichter Sprache verfügbar sind. Die Informationsanbieter werden dabei beraten. Insbesondere werden die Arbeitsabläufe bei der Erstellung der Texte analysiert. Hieraus lassen sich wertvolle Einblicke gewinnen: Wer erstellt welche Texte? Welche Werkzeuge werden dabei verwendet? So lassen sich konkrete Hilfestellungen geben und speziell angepasste Softwarelösungen einsetzen.

Kurzbiographie

Annika Nietzio studierte Mathematik und Computerlinguistik an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2005 arbeitet Sie beim Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Dort beschäftigt Sie sich mit barrierefreier Kommunikation aus verschiedenen Blickwinkeln: unter anderem mit der Erstellung und Überprüfung von barrierefreien Webseiten, mit leichter Sprache und mit der Barrierefreiheit von eGovernment-Angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entwicklung von Werkzeugen und Testmethoden zur Unterstützung von Autoren und Redakteuren bei der Erstellung von barrierefreien Web-Inhalten.